Alarm System (Übersicht)


Alarmkomponenten

Jede Alarmkonfiguration besteht aus den folgenden Komponenten:

  • Alarmname: Eine klare und eindeutige Kennung für den Alarm.
  • Textbeschreibung: Eine detaillierte Erklärung des Zwecks des Alarms.
  • Ausschlussausdruck (MetricsQL): Definiert Bedingungen, unter denen der Schwellwertausdruck ignoriert werden soll.
  • Unterdrückung (Dropdown-Menü): Liste anderer Alarme, die – wenn sie auf einem übergeordneten Gerät aktiv sind – diesen Alarm unterdrücken.
  • Schwellwertausdruck (MetricsQL): Die zentrale Bedingung, die ausgewertet wird.
  • Schweregrad: Gibt die Wichtigkeit an (z. B. Warnung, Kritisch).
  • Auslöseverzögerung: Numerischer Wert, der angibt, wie lange die Bedingung bestehen muss, bevor der Alarm ausgelöst wird.
  • Einheit der Verzögerung: Zeiteinheit für die Verzögerung (Sekunden, Minuten, Stunden, Tage).

Auswertungslogik

  • Parallele Auswertung: Ausschlussausdrücke werden parallel zum Schwellwertausdruck ausgewertet.
  • Ausschlusspriorität: Wenn ein Ausschlussausdruck eine nicht-leere Zeitreihe zurückgibt, wird der Schwellwertausdruck ignoriert.
  • Logik der Unterdrückung: Wenn einer der ausgewählten Unterdrückungsalarme auf einem übergeordneten Gerät aktiv ist, wird der aktuelle Alarm nicht ausgelöst.

Richtlinien zur Alarmplatzierung

  • Zielgerät: Alarme dürfen nur dem Gerätetyp Facility hinzugefügt werden. Dieser stellt das oberste Element der Hierarchie in einer Anlage dar.

Aktivierung von Alarmen für eine Anlage

Sobald Alarmkonfigurationen erstellt wurden, müssen sie für bestimmte Anlagen aktiviert werden:

  1. Digital Twin der Anlage öffnen: Navigieren Sie zur gewünschten Anlage.
  2. Zum Bereich "Alarme" wechseln: Suchen Sie im Digital Twin nach dem Bereich „Alarme“ und öffnen Sie ihn.
  3. Aus Konfigurationsliste hinzufügen: Wählen Sie Alarme aus der Liste der verfügbaren Alarmkonfigurationen aus.
  4. Aktivierung: Jeder Alarm, der im Abschnitt „Alarme“ angezeigt wird, gilt als aktiv und wird automatisch ausgewertet, sobald neue alarmrelevante Daten auf der Plattform eintreffen.

Abfragesyntax

Abfragen nach Messwerttyp:

amp_readings_<readingType>{...}

Statische Abfragen:

amp_statics_nominalPower{...}

Gibt die Nennleistung eines Geräts oder einer Gerätegruppe zurück.

Bereichsdefinitionen:

  • {deviceId="{{DEVICE_ID}} "} → Einzelgerät
  • {facilityId="{{DEVICE_ID}} ", deviceType="<type>"} → alle untergeordneten Geräte des angegebenen Typs in einer Anlage

Beispielabfragen:

  • Pac von Wechselrichtern (anlagenweit):
amp_readings_Pac{facilityId="{{DEVICE_ID}} ", deviceType="Inverter"}
  • Einstrahlung (Einzelgerät):
amp_readings_irradiation{deviceId="{{DEVICE_ID}} "}


MetricsQL-Funktionen

Sie können MetricsQL verwenden, um Ausdrücke zu erweitern:

  • avg_over_time(...)
  • sum(...)
  • median(...)
  • usw.

Beispiel mit WITHBlock:

WITH(
  a = avg_over_time(amp_readings_Pac{facilityId="{{DEVICE_ID}} ", deviceType="Inverter"}[5m]),
  b = amp_statics_nominalPower{facilityId="{{DEVICE_ID}} ", deviceType="Inverter"}
)
a / b

Gerätetypen

Alarme können über Bereichsausdrücke auf beliebige untergeordnete deviceTypes bezogen werden. Häufige Beispiele:

  • Inverter
  • Meter
  • IrradiationSensor
  • TransformerStation
  • PanelString
  • GridConnectionPoint

Vollständige Liste: Gerätetypenopen_in_new_24dp_FILL0_wght400_GRAD0_opsz24


Messwerttypen (Reading Types)

Schwellwert- und Ausschlussabfragen basieren auf Messwerttypen. Sie können jeden der unterstützten readingTypes verwenden, z. B.:

  • Pac, Qac, Uac, Iac
  • irradiation, Temp, windSpeed
  • energy, consumptionEnergy, importedEnergy
  • PerformanceRatio, DeviationDaily, YieldLossTechnical
Vollständige Liste: Messwerttypen in Formeln und Alarmenopen_in_new_24dp_FILL0_wght400_GRAD0_opsz24

Best Practices

  • Klarer Name: Verwenden Sie aussagekräftige Namen, z. B. Niedrige Produktion PR < 0.85.
  • Einheiten beachten: Stimmen Sie die Verzögerungseinheit mit dem Wert ab (z. B. Minuten bei kurzen Verzögerungen). Beachte, dass die minimale Auslöseverzögerung 10 Minuten beträgt.
  • WITH-Blöcke nutzen: Für komplexe Ausdrücke empfiehlt sich die Verwendung von Zwischenvariablen.
  • Sinnvolle Unterdrückung: Nur bei tatsächlicher Redundanz oder Abhängigkeit zwischen Alarmen verwenden.
  • Gezielte Ausschlüsse: typische Ereignisse für Ausschlüsse sind:
    • NB/DVM/unbekannte Regelung
    • Einstrahlung
    • Sonnenhöhenwinkel
  • Abfragen testen: Alle MetricsQL-Ausdrücke vor dem Speichern im Analysetool validieren.

Beispielkonfiguration für Alarm

Feld Wert
Alarmname Niedrige Performance Ratio der Anlage
Beschreibung Wird ausgelöst, wenn PR über 30 Minuten unter 0.85 liegt
Schwellwertausdruck avg_over_time(amp_readings_PerformanceRatio{deviceId="{{DEVICE_ID}} "}[30m]) < 0.85
Ausschlussausdruck amp_readings_yieldExclusions{deviceId="{{DEVICE_ID}} "} > 0
Unterdrückungen Stromausfall, Geringe Einstrahlung
Schweregrad Warnung
Auslöseverzögerung 30
Verzögerungseinheit Minuten

Zusätzliche Ressourcen:


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