Windkraftanlage mit ampere.cloud in die Direktvermarktung

Mit ampere.cloud können Sie Ihre Windkraftanlage in wenigen Schritten in die Direktvermarktung bringen. 

Dieser Artikel beantwortet alle Fragen, die sich Ihnen im Vorfeld stellen und klärt Sie über die nötigen Schritte auf.

 

 

Lieferumfang der ampere.cloud

Um eine Windkraftanlage mit der ampere.cloud in die Direktvermarktung zu bringen, liefert die ampere.cloud alle nötigen Hardwarekomponenten in einem Paket.

Hierzu gehören:

  • cloud.log Datenlogger
  • Teltonika RUT240 LTE Router
  • Akytec MK110 mini SPS
  • 24V Hutschienen Netzteil

  • Optional: Vorkonfektionierter Schaltschrank

Voraussetzungen für die Anbindung der Komponenten

Damit wir mit Ihnen Ihre Anlage in die Direktvermarktung bringen können, müssen im Vorfeld ein paar Voraussetzungen erfüllt sein.

 

Die Anlage muss über eine Schnittstelle verfügen, um die Einspeiseleistung zu begrenzen.

Für die Direktvermarktung muss lediglich eine Abschaltung der Anlage möglich sein. Gerade ältere Anlagen verfügen oft nicht über eine Regelung, sondern bieten lediglich die Möglichkeit zwischen AN oder AUS zu unterscheiden. Wenn an Ihrer Anlage bereits durch den Netzbetreiber ein Rundsteuerempfänger oder eine andere Art der Fernwirktechnik verbaut ist, ist dies ein erster Indikator für eine vorhandene Schnittstelle. In der Regel wird die Regelung über potenzialfreie Kontakte an der Anlagensteuerung umgesetzt. Kontaktieren Sie hierzu am besten Ihren Wartungspartner  und fragen nach einer genauen Spezifikation der Schnittstelle für die Anlagensteuerung. Die mitgelieferte Akytec SPS verhält sich genau wie ein Rundsteuerempfänger und setzt das klassische 100/60/30/0 Verfahren über potenzialfreie Kontakte um. 

Wir können auch an gängige OPC-Systeme adaptieren, wenn diese Modbus-TCP oder Modbus-RTU zur Verfügung stellen. 

frseKlassischer Rundsteuerempfänger einer Erzeugungsanlage

 

Die Anlage muss über eine Schnittstelle verfügen, welche die aktuelle Einspeiseleistung bzw. eine Stromzählung zur Verfügung stellt.

Um zu verifizieren, dass die Anlage wirklich heruntergefahren ist, muss der Direktvermarkter über die aktuelle Einspeiseleistung informiert sein. 

Bei nahezu allen Anlagen wird dies über den Zähler des Netzbetreibers am Netzanschlusspunkt realisiert. Hierzu ist in den meisten Fällen eine sogenannte S0-Auskopplung nötig, die es ermöglicht, den cloud.log an den Zähler anzuschließen und die Einspeiseleistung sowie die Einspeiseenergie auszulesen.

Prinzipiell sind wir hier Schnittstellen offen und können auch vorhandene Parksteuerungen auslesen. (ggf. verbunden mit Mehrkosten je nach Aufwand)

Kontaktieren Sie hierzu ihren Netzbetreiber und stellen Sie sicher, ob ihr Zähler schon über eine geeignete Schnittstelle verfügt. Fragen Sie ggf. nach, ob eine S0-Auskopplung ausgeführt werden kann. 

(S0)Zähler des Netzbetreibers am Netzanschlusspunkt

 

Die Schnittstellen müssen lokal am selben Ort verfügbar sein.

Die Anlagensteuerung sowie die Schnittstelle zur Leistungsmessung müssen sich am selben Ort befinden. Der Einspeisezähler befindet sich oftmals in einer kleinen Trafostation außerhalb der Anlage. Hier muss gewährleistet sein, dass z. B. die Signale des Einspeisezählers in den Turm der Anlage geführt werden können. Mögliche Optionen sind hier z. B. Leerrohre vom Zählerplatz oder nicht genutzte Telefonleitungen. S0-Impulse für die einspeise Leistung benötigen nur zwei Adern. Sollte es z.B. Leerohre geben, so ziehen Sie bitte im Vorfeld zu einer optionalen Inbetriebnahme vor Ort eine Kommunikationsleitung. Bei kleineren Windparks, die über einen Einspeisezähler verfügen, reicht es, wenn ein Turm Zugang zu der Schnittstelle hat. In manchen Fällen lässt sich die Anlage auch vom Zählerplatz aus abschalten, wenn z. B. der Rundsteuerempfänger dort verbaut ist. 

 

Die Anlage muss über einen Montageplatz für die Hardware verfügen.

Alle Komponenten lassen sich auf einer Hutschiene montieren. Die Anlagen sind jedoch oft so knapp bebaut, dass zusätzliche Hardware hier keinen Platz mehr findet. 
Alle von uns gelieferten Komponenten lassen sich komfortabel auf ca. 40 cm Hutschiene verbauen. Alternativ bieten wir Ihnen auch an, einen vormontierten Schaltschrank (cloud.cabinet) auszuliefern (verbunden mit Mehrkosten), welchen Sie auf der folgenden Abbildung sehen können.

cloud.cabinet

Hier muss sichergestellt sein, dass es einen geeigneten Montageplatz für den Kasten gibt und dass sich sämtliche Schnittstellen in der Nähe befinden. Oftmals lässt sich so ein vorkonfigurierter Kasten gut an der Außenseite des Schaltschranks der WKA montieren.

Außerdem muss es möglich sein, eine externe Antenne aus dem Turm zu führen und am Turm der Anlage zu montieren. Stellen Sie auch sicher, dass es eine Möglichkeit gibt, die Hardware mit Strom zu versorgen. (z.B. 230V auf Übergabeklemme oder Steckdose)

 

Inbetriebnahme vor Ort

Gern übernehmen wir für Sie auch die Inbetriebnahme der Hardware vor Ort. Diese beinhaltet die Montage des Datenloggers, des LTE-Routers, der Akytec SPS  sowie des Hutschienennetzteils auf einer vor Ort vorhandenen Hutschiene. Zudem übernehmen wir für Sie den Anschluss der Hardware an die oben benannten Schnittstellen.
Sollten Sie sich für das cloud.cabinet entscheiden, montieren wir dies natürlich ebenfalls an dem von Ihnen ausgewählten Platz. Bitte beachten Sie aber, dass eine Montage an der Stahlwand der WKA nicht ohne weiteres möglich ist. Alternativ senden wir ihnen das cloud.cabinet auch vor ab zu, sodass sie dies bereits an einer geeigneten Stelle anbringen können.  Stellen Sie außerdem sicher, dass sich eine LTE-Antenne vom Montageplatz nach draußen geführt werden kann. Eine Inbetriebnahme vor Ort setzt voraus, dass im Vorfeld sämtliche Anforderungen durch Sie umfänglich erfasst wurden.

Um eine doppelte Anfahrt zu vermeiden, machen Sie bitte hochauflösende Fotos von allen Bestandteilen der WKA (Schaltschränke, Zähler, FRE's, Gesamtansichten), damit wir uns im Vorfeld über die Gegebenheiten vor Ort einen Überblick verschaffen können.